Verkaufen trotz Wohnrecht: Was Eigentümer vor dem Verkauf klären sollten
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Ein Haus oder eine Wohnung zu verkaufen, obwohl eine Person dort weiterhin wohnen darf, ist möglich, erfordert aber sorgfältige Vorbereitung. Ein lebenslanges Wohnrecht entsteht häufig im Rahmen einer vorweggenommenen Erbschaft, wenn Eltern die Immobilie übertragen und sich die Nutzung sichern. Auch bei Immobilienverrentungen oder familiären Vereinbarungen spielt dieses Recht eine Rolle. Für Verkäufer bedeutet das: Die Immobilie bleibt handelbar, aber der Wert, die Zielgruppe und die Vertragsgestaltung verändern sich deutlich.
Auswirkungen eines eingetragenen Wohnrechts auf den Immobilienpreis
„Ein im Grundbuch vermerktes Wohnrecht reduziert den Marktwert einer Immobilie, da die Nutzungsmöglichkeiten für den Käufer eingeschränkt sind“, erklärt Dominique Dold, Geschäftsführer von Dold Immobilien in Hamburg. Experten bestimmen zuerst den Wert der unbelasteten Immobilie und subtrahieren dann den Kapitalwert des Wohnrechts. Hierbei wird die marktkonforme Miete der betroffenen Wohnfläche sowie die Dauer des Wohnrechts berücksichtigt.
Bei einem lebenslangen Wohnrecht ist besonders das Alter der berechtigten Person entscheidend. „Je jünger die Person und je umfassender das Wohnrecht, desto mehr mindert es den Immobilienwert“, so Dold. Ein Wohnrecht beschränkt sich meist auf die persönliche Nutzung, wohingegen ein Nießbrauch auch Einnahmen aus Vermietungen einschließen kann.
Zielgruppe für Immobilien mit bestehendem Wohnrecht
Immobilien mit Wohnrechten sind nicht für jeden Interessenten geeignet. Personen, die sofort einziehen oder Mieteinnahmen generieren möchten, kommen oft nicht als Käufer in Frage. Solche Objekte könnten jedoch für langfristig denkende Kapitalanleger attraktiv sein, die mit einem geringeren Kaufpreis einverstanden sind und die Immobilie später selbst nutzen möchten.
„Familienangehörige oder erfahrene Investoren, die mit speziellen Vertragsbedingungen vertraut sind, könnten ebenfalls potenzielle Käufer sein“, fügt Dold hinzu. Eine klare und transparente Vermarktung des Wohnrechts ist dabei essentiell, um realistische Erwartungen zu setzen und spätere Fragen oder Unsicherheiten zu vermeiden.
Notwendigkeit präziser Vertragsbedingungen beim Verkauf
Der Verkauf einer Immobilie mit Wohnrecht erfordert eindeutige Vertragsbedingungen. „Es muss klar definiert werden, welche Bereiche der Immobilie genutzt werden dürfen und wer für Kosten wie Instandhaltung oder Nebenkosten aufkommt“, erläutert Dold. Zudem ist ein genauer Blick ins Grundbuch unerlässlich, um die Beständigkeit des Rechts zu überprüfen. Käufer benötigen Planungssicherheit, Verkäufer Rechtssicherheit und die wohnberechtigte Person Schutz.
Planen Sie den Verkauf einer Immobilie mit Wohnrecht oder Nießbrauch in Hamburg? Wir analysieren die Situation, ermitteln den marktgerechten Wert und sprechen gezielt Interessenten an, die mit dieser Besonderheit umgehen können. Kontaktieren Sie uns für eine vertrauliche und professionelle Bewertung.
Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s ChatGPT
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